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Teich mit Plätte

Teich 1

Ursprünglich fand die Verhüttung der Golderze und Schliche in unmittelbarer Nähe der Gruben statt. Als das Holz immer knap­per wurde, entschloss man sich, in den Tä­lern neue Hüttenwerke anzulegen. Das bedeutet zugleich, dass die in den Stollen geförderten Erze zu Tal gebracht werden mussten. Von den Gruben der Goldzeche wurde das Erz zunächst in Sackzügen zum Ostufer des Zirmsees gebracht.

Hier wurde es auf eine Plätte geladen und zum Westufer gerudert. Dort stapelte man die während der Betriebsperiode gewonnenen Erze bis zum Winter. Erst dann konn­ten sie auf einer Schneefahrbahn zu Tal zum Alten Pocher gebracht werden.

Wie das vor sich ging sieht man auf mehreren zeitgenössischen Darstellungen. Darüber hinaus gibt davon Agricola eine sehr anschauliche Beschreibung: „Die Kärntner füllen (die aus den Stollen herausgeführten Erze) zur Winterszeit in lederne Säcke und legen von diesen zwei oder drei auf eine kleine Schleife, die vorn höher ist als hinten. Auf diese Säcke setzt sich ein beherzter Fahrer und lenkt nicht ohne Lebensgefahr die vom Berge ins Tal abfahrende Schleife, indem er den Stab (Stakelstecken) entgegenstemmt, oder lenkt die von dem richtigen Wege abwei­chende Schleife auf den richtigen Weg zurück.“

 

ENGLISH:

Pond with flat-bottomed boat

Originally, the smelting of the gold ore and powdered ore took place right near the pits. When wood became ever scarcer, it was decided to set up new smelteries in the valleys. This also meant that the ore from the pits had to be taken to the valley. The ore was first taken in sack trains from the gold mines to the east shore of the lake Zirmsee. Here it was loaded onto a flat-bottomed boat and rowed to the west short, where the ore extracted during the work period was stacked until the winter. Only then could it be brought to the smeltery in the valley on a snow track.

Several presentations of that time show how that took place. In addition, Agricola provides a very detailed description: “The Carinthians fill (the ore transported out of the mines) into leather sacks in wintertime and lay two or three of these on a little float that is higher at the front than at the back. A plucky driver sits on the sacks and steers the float not without danger from the mountain to the valley, by pushing with a pole or steering the float that has deviated off course back onto the right path.”